Schadensersatz


 

  1.  Abbiegen und Kollision mit Überholer - Haftungsverteilung
  2. Abtretung von Schadensersatzansprüchen zur erfüllungshalber Geltendmachung von Sachverständigenvergütung und § 307 BGB

  3.  Abtretung von Schadensersatzansprüchen zur Sicherung von Sachverständigenhonorar
  4.  Abzug bei Lohnkosten bei fiktiver Abrechnung
  5.  Amtshaftung (§ 839 BGB iVm. Art. 34 GG) bei Angriffen von Wölfen auf Schafe ?

  6. Amtshaftung: Verantwortlichkeit des Anliegers zur Rückstausicherung auch bei Mängeln der Kanalisation

  7. „Andere Verkehrsteilnehmer“ nach § 7 Abs. 5 S. 1 StVO: Spurwechsler versus Einfahrender

  8.  Aussteigen und Kollision mit Vorbeifahrenden
  9. Bahn: Wer haftet bei einem Fahrgastunfall in einem Bahnhofsgebäude ?

  10. Baustellenschild: Verkehrssicherungspflicht und Umsturz bei Sturm

  11.  Begegnungsverkehr auf schmaler Straße und Haftungsquotelung
  12. Begegnungsverkehr: Haftung bei Unfall in Kurve zwischen PKW und Traktorgespann
  13. Beschränkte Haftung der Eltern (§ 1664 Abs. 1 BGB) schließt eine Tierhalterhaftung nach § 833 S. 1 BGB aus

  14. Betriebsgefahr bei Anstoß mit sich öffnender Fahrertür in Parkbucht
  15. Betriebsgefahr nach § 7 StVG: Entladevorgang beim LKW auf öffentlicher Straße

  16. Betriebsgefahr nach § 7 StVG und Einsatz eines Traktors bei Baumfällarbeiten

  17. Beweiswert des Schuldeingeständnisses gegenüber der Polizei nach einem Verkehrsunfall
  18. Dieselskandal: Die Nutzungsvorteile sind auf die Erstattung des Kaufpreises anzurechnen

  19. E-Scooter und Haftung nach § 7 StVG

  20. Einziehung von Sachverständigenkosten nach Abtretung derselben
  21.  Erstattungsfähigkeit nur von „üblichen“ Sachverständigenkosten und Beweislast 
  22.  Erwerbsschaden und Reserveursache
  23. Fahrspurwechsel: Alleinige Haftung bei Sorgfaltswidrigkeit (Verstoß gegen § 7 Abs. 5 StVO)

  24. Festnahmeversuch und Schädigung eines Dritten als mittelbare Folge 

  25.  Fiktive Berechnung des Unfallschadens  und Geltendmachung von Kosten für eine Reparaturbestätigung
  26. Fiktive Schadensberechnung und nachträgliche Umsatzsteuer

  27. Fiktiver Schadensersatz und Beilackierungskosten bei Unfallschaden

  28. Freie Werkstatt: Verweis auf freie Werkstatt bei nicht regelmäßiger Wartung des Kfz in markengebundener Fachwerkstatt
  29.  Freie Werkstattwahl (autorisierte Markenwerkstatt)  versus Verweis auf „freie“ Fachwerkstatt
  30.  Gefälligkeit unter Nachbarn und Haftung
  31. Geschäftsführung zur Gefahrenabwehr kann zur Haftungsfreistellung bei Alkoholfahrt führen

  32. Haftung des bei Haftpflichtversicherer angestellten Sachverständigen für mangelhafte Fahrzeugreparatur

  33. Haftung des gerichtlich bestellten Sachverständigen für ein fehlerhaftes Gutachten, § 839a BGB

  34. Haftungsabwägung bei Überholen einer Kolonne, § 17 Abs. 2 StVO

  35. Haftungsabwägung nach § 17 Abs. 3 StVG bei Kollision zwischen vorfahrtsberechtigten Überholer und Querverkehr

  36. Haftungsabwägung: Überbreite des landwirtschaftlichen Gespanns  versus Geschwindigkeitsüberschreitung und Verstoß gegen Rechtsfahrgebot
  37. Haftungsquotelung bei nächtlichem Auffahren auf ein verbotswidrig geparktes Fahrzeug

  38. Haftungsquotelung bei Unfall in Engstelle mit Zeichen 208

  39. Haftungsverteilung bei Kollision infolge Spurwechsel des Vorfahrtsberechtigten

  40. Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall: Wendemanöver gegenüber überhöhter Geschwindigkeit 

  41. Halter- und Pflichtversichererhaftung bei Brand eines fest eingebauten Kühlschranks im LKW in einer Werkstatthalle

  42. Haushaltsführungsschaden bei Halten von Haustieren

  43. Haushaltsführungsschaden: Nicht bei Ausfall als Hilfe im Haushalt eines unterstützungsbedürftigen  Dritten

  44. Kein Schadensersatzanspruch auf Umsatzsteuer bei fiktiver Schadensberechnung trotz umsatzsteuerpflichtiger Ersatzbeschaffung

  45. Kfz-Haftpflichtversicherung: Direktanspruch aus § 115 VVG versus Haftungsprivilegierung nach SGB VII 

  46. Kfz-Haftpflichtversicherung: Leistungsfreiheit bei verschütten von Kraftstoff nach Tankausbau

  47. Kfz-Reparatur: Kein Anspruch auf zusätzliche Kosten für Covid 19-Schuztmaßnahmen

  48. Kostenlast bei verfrühter Klage nach einem Verkehrsunfall

  49.  Mäharbeiten am Straßenrand und Steinschlag
  50. Mietwagenangebot durch Kfz-Haftpflichtversicherer nach Unfall und Schadensminderungspflicht

  51.  Mietwagenkosten, Unfallersatztarif und günstige Anmietalternative durch gegnerischen Haftpflichtversicherer
  52. Nach Verkehrsunfall Abrechnung auf Neuwagenbasis ?

  53. Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei Brand durch einen beauftragten Handwerker

  54. Naturalrestitution: Abwägung zwischen Reparaturkosten und Erhaltungsinteresse

  55. Pedelec und Fußgänger: Rücksichtnahme auf kombinierten Fußgänger- und Radfahrweg

  56. Persönlichkeitsrecht: Geldentschädigung bei Videoüberwachung durch Vermieter ?

  57.  Personalberater: Schadensersatz wegen Offenbarungen gegenüber einer Bewerberin 
  58. Pflegeheim: Haftung bei Fensterstutz eines an Demenz erkrankten Bewohners

  59. Pflegeheim: Haftung für Sturz eines Demenzkranken (zum Kriterium Intimsphäre) ?

  60.  Radfahrer: Kein Vorfahrtsrecht bei Fahren auf falscher Stzraßenseite auf gemeinsamen Geh- und Radweg
  61. Reparaturkostenersatz von 130% (vom Wiederbeschaffungswert) und Beweiswürdigung

  62. Sachverständigengutachten zur Feststellung der Reparaturkosten nach Verkehrsunfall: Zur Darlegungslast und Schätzung der (erforderlichen) Kosten

  63. Sachverständiger: Haftung des gerichtlich bestellten Sachverständigen bei Bauteilöffnung (hier: Wasseraustritt)
  64. Sachverständiger: Prüfung der Sachverständigenkosten durch Geschädigten auf Plausibilität
  65.  Schadensminderungspflicht: Verweis auf eine freie Werkstatt
  66. Schädigung der Sporthalle führt auch bei regelgerechtem Spiel zur Haftung 

  67. Sekundäre  Darlegungslast des Eigentums bei Besitz und Haltereigenschaft am Fahrzeug

  68.  Sicherheitsabstand und Entfall eines Schadenersatzanspruchs bei Fahren im Pulk
  69. Sturz des schwerbehinderten Fahrgastes im Bus

  70. Sturz von Treppe zu Badestelle am Wattenmeer

  71. Überflutungsschaden und Haftung der gewässerunterhaltungspflichtigen Gemeinde

  72. Umfang des Versicherungsschutzes in der Kfz-Pflichtversicherung für beförderte Gegenstände des Fahrzeuginsassen

  73. Unvererblichkeit des Geldentschädigungsanspruchs aus einer allgemeinen Persönlichkeitsrechtsverletzung auch im Falle der Rechtshängigkeit desselben

  74. Verdienstausfallschaden nach Unfall und Mitverschulden des Geschädigten, § 254 Abs. 2 S. 1 BGB

  75. Verdienstausfallschaden und berufsbedingte Aufwendungen
  76.  Verjährung des Regresses des Unfallversicherungsträgers nach §§ 110, 111 SGB VII 
  77. Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde für Radwege

  78. Verkehrssicherungspflicht des Waschstraßenbetreibers

  79. Verkehrssicherungspflicht bei Spargelstand auf einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes

  80. Verkehrssicherungspflicht  für Radfahrer bei Schlaglöchern auf einem Wirtschaftsweg ?

  81. Verkehrssicherungspflicht: Streupflicht auf Parkplatz eines Lebensmittelmarktes
  82. Verkehrssicherungspflicht: Sturz über Bordstein am Standort eines Verkaufsstandes 

  83. Verkehrssicherungspflicht und Anforderung an Überwachung von möglichen Gefahrenquellen auf öffentlichen Plätzen

  84. Verkehrssicherungspflicht und Stolperfalle Baumscheibe/-gitter

  85. Verkehrssicherungspflicht und kirchliche Verhältnisse

  86.  Verkehrssicherungspflicht: Zum Entstehen bei Glatteis
  87.  Verkehrssicherungspflicht: Zur Haftung  des Aufstellers bei Sturz über ein mobiles (Halteverbots-) Schild
  88. Verkehrssicherungspflicht: Zur Räum- und Streupflicht des Vermieters im öffentlichen Bereich
  89. Verkehrsunfall: Missachtung des Linksabbiegegebots und Kollision mit Spurwechsler

  90. Verkehrsunfall: Zur aktuellen Verkehrsauffassung zum Tragen von Schutzhelmen durch Radfahrer
  91. Verkehrs-/Wiederbeschaffungswert eines Pferdes unter Berücksichtigung aller objektiven Eigenschaften

  92. Verletzungsbedingte Betreuungskosten im Urlaub als Schaden nach § 249 Abs. 1 BGB

  93.  Vollberiittvertrag und Haftung  des Unterstellers und Ausbilders bei Verletzung des Pferdes
  94.  Waschanlage: Haftung des Betreibers bei Schaden am PKW durch dessen (Serien-) Konstruktion
  95. Waschstraße: Aufschieben des automatisch beförderten Fahrzeugs und Haftung nach § 7 StVG

  96. Waschstraßenunfall und Mitverschulden bei (durch Dritten bedingtes) Abbremsen auf Transportband

  97.  Wiederbeschaffungswert und Integritätsinteresse
  98. Wiederbeschaffungswert und Umsatzsteuer für Taxi bei fiktiver Schadensberechnung

  99.  Winterdienst: Zeitlicher Rahmen für Arbeitgeber als Grundstückseigentümer
  100. Zur Berücksichtigung von Verletzungsfolgen bei Einheitlichkeit des Schmerzensgeldes

  101. Zur Betriebsgefahr gem. § 7 StVG im Verhalten des Fahrers nach Verlassen des Fahrzeuges 

  102.  Zur Haftung nach § 7 StVG für Verkehrsunfall ohne Berührung

Abrechnung abstrakt

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Der Geschädigte hat die Wahl: Er kann konkret auf der Grundlage einer Reparaturkostenrechnung abrechnen oder abstrakt auf der Basis eines Kostenvoranschlags oder eines Gutachtens. Lässt er eine Reparatur nicht durchführen und rechnet er abtrakt ab, hat er nach § 249 Abs. 2 Satz 2 BGB keinen Anspruch auf Erstattung der für den Reparaturfall von ihm zu zahlenden Umsatzsteuer. Das AG Gummersbach geht in seienm Urteil vom 15.05.2012 - 11 C 49/12 - noch weiter. Es führt aus, daß in den Lohnkosten auch Sozialabgaben und Lohnnebenkosten als durchlaufende Posten (ähnlich der Umsatzsteuer) enthalten wären, weshalb sich hier auf die Lohnkosten ein pauschaler Abzug von 10% rechtfertigt.
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Anwaltsgebühren - nicht immer können sie als Schadensersatz geltend gemacht werden

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Häufig wird nach einem Unfall sofort ein Anwalt eingeschaltet, das selbst dann, wenn die Haftung des Gegners dem Grunde und der Höhe nach ganz klar ist. Zwischenzeitlich wehren sich die Versicherer in solchen Fällen, die Anwaltsgebühren dem Geschädigten zu erstatten. Argumentation: es handelt sich nicht um notwendige Kosten im Sinne von § 249 BGB. Die Rechtsprehung folgt dem, wie auch das nachfolgende Urteil des AG Frankfurt vom 16.02.2012 - 32 C 2563/11 (90) - zeigt
Anwaltsgebühren und § 249 BGB.docx
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Familienprivileg: Nichteheliche Lebensgemeinschaft haftungsprivilegiert nach § 116 Abs. 6 SGB X

Kommt es zu einem Schadensfall ist der Sozialversicherer (z.B. die gesetzliche Krankenkasse) gehindert, bei dem Schädiger Schadensersatzansprüche geltend zu machen, wenn es sich bei dem Versicherten um einen Familienangehörigen des Schädigers handelt und der Vorfall nicht auf Vorsatz oder grob fahrlässigen Verhalten des Schädigers beruht, ferner der Familienangehörige mit dem Schädiger in häuslicher Gemeinschaft lebt, § 116 Abs. 6 SGB X. Gedacht ist hier z.B. an Eheleute, bei denen der eine Ehepartner durch Unachtsamkeit des anderen verletzt wird. In diesem Fall soll der Krankenversicherer seine Aufwendungen nicht bei dem schädigenden Ehepartner regressieren können.  Hintergrund ist der Gedanke, dass durch die häusliche Gemeinschaft und eine dadurch auch anzunehmende finanzielle Gemeinschaft der verletzte Ehepartner letztlich mit für die an sich durch seine Krankenversicherung gedeckten Kosten einzustehen hätte.

 

Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 22.04.2009 -IV ZR 160/07 - dieses sogenannte Familienprivileg nach § 67 Abs. 2 VVG a.F., wie es inhaltsgleich in § 116 SGB X normiert ist, auch auf die nichteheliche Lebensgemeinschaft angewandt. Damit hat der BGH die neuen gesellschaftlichen Strukturen[1] für die gesetzliche Regelung übernommen und damit eine notwendige Anpassung gesetzlicher Regelungen an den sozialen und gesellschaftlichen Wandel vollzogen.

 

Das LG Coburg hatte sich in einer Entscheidung vom 11.05.2011 – 12 O 49/11 – nunmehr mit der praktischen Umsetzung auseinanderzusetzen und zu klären, wann eine nichteheliche Lebensgemeinschaft angenommen werden kann. So stellte es darauf ab, dass

 

-          der Zeuge von einer gemeinschaftlichen Anschaffung bestimmten Mobiliars sprach (also keine Trennung des Eigentums)

-          häusliche Einkäufe abwechselnd gezahlt wurden

-          ein gemeinsames Konto und/oder eine gemeinsame Haushaltskasse nicht notwendig wären, allerdings Indiz die spätere Einrichtung eines gemeinsamen Kontos im Zusammenhang mit dem Kauf eines Hauses sei

-          Kinder aus früheren Ehen auch von dem jeweils anderen Partner bei Anwesenheit betreut würden

-          sich der Zeuge und die Versicherte selbst als Lebensgemeinschaft bezeichnen würden.

 

Das Landgericht tut sich hier ersichtlich schwer. Es kann seine Rechtsfolge der Lebensgemeinschaft tatsächlich auch nur auf Indizien stützen. Bedenkt man aber z.B. die Frage der Anschaffung von Gegenständen, darf für die Ehe auf §§ 1363 Abs. 2, 1364 BGB (vom Landgericht auch erkannt) verwiesen werden, wonach auch bei der Ehe (mit Ausnahme anderweitiger Vereinbarung) jeder Ehegatte sein Eigentum hat. Über Eheverträge lässt sich darüber hinaus vieles regeln. Entscheidend kommt es doch wohl nur darauf an, dass die Partner in einem Haushalt zusammen wohnen und zusammen wirtschaften. So hatte auch schon der BGH auf die gemeinsame Mittelaufbringung und Mittelverwendung abgestellt.

 

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BGH, Urteil vom 22.04.2009 - IV ZR 160/07 -
BGH - Familienprivileg auch bei nichtehe
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LG Coburg, Urteil vom 11.05.2011 - 12 O 49/11 -
LG Coburg - Familienprivileg für nichteh
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Feuerwehrkosten

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Während eines Erntevorgangs geriet ein Mähdrescher in Brand und die zuständige Verbandsgemeinde, deren Feuerwehr den Brand löschte, forderte von dem betroffenen Landwirt Ersatz der Kosten. Wir haben den Landwirt vertreten und in beiden Instanzen obsiegt. In seinem Beschluss über die Nichtannahme der Berufung vom 17.11.2011 (7 A 11124/11.OVG) führte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz aus:
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Verkehrssicherungspflicht: Streupflicht bei Glatteis und Beweislast

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AG Tauberbischofsheim vom 27.09.2012 - 1 C 10/12 -
Streitig war der Sturz der Klägerin im Bereich des Hauses des Beklagten. Nicht nur war streitig gewesen, ob die Klägerin wegen Glatteis stürzte, sondern auch, ob sie in einem Bereich stürzte, für den dem Beklagten die Streupflicht oblag, wobei nach eigenen Angaben keine allgemeine Glättebildung bestand, was ebenfalls zu Lasten der Klägerin ging. Deren Klage wurde abgewiesen.
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Zur Haftung zwischen Mietern bei einem Wasserschaden

Bei einem durch einen anderen Mieter verursachten Wasserschaden hat der geschädigte Mieter keinen Anspruch nach § 823 BGB (Delikt) gegen den schädigenden Mieter, wenn es sich bei der geschädigten Sache um einen Gegenstand handelt, der (wie eine Tapete) fest mit dem Gebäude verbunden ist und er selbst wegen dieses Schadens vom Vermieter nicht schadensersatzpflichtig gemacht werden kann. Verschuldensunabhängige nachbarrechtliche Ausgleichsansprüche  scheiden auch aus, da § 906 BGB auf die Beschränkung von Eigentumsrechten nach § 903 BGB abstellt und eine Regelungslücke nicht vorliegt.

 

 

 OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 07.09.2018 - 10 U 8/18 -